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Kinder mit ADHS: Pflegegeld Ansprüche und kostenlose Unterstützung

Mutter unterstützt Kind mit ADHS bei Hausaufgaben

Viele Eltern mit einem ADHS-Kind merken irgendwann: Der Alltag läuft einfach nicht wie bei anderen Familien.

Morgens fängt es schon an. Diskussionen beim Anziehen. Konzentration klappt kaum. Termine stressen. Hausaufgaben eskalieren. Dazu Schlafprobleme, ständige Unruhe oder emotionale Ausbrüche.

Was viele nicht wissen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei ADHS sogar ein Pflegegrad möglich sein. Und damit auch Unterstützung über die Pflegekasse.

Genau daran denken viele Eltern erstmal gar nicht. Weil ADHS oft unterschätzt wird.


ADHS ist nicht nur „ein lebhaftes Kind“

Von außen hören Eltern oft dieselben Sprüche:

  • „Der braucht einfach mehr Regeln.“
  • „Früher gab es sowas nicht.“
  • „Das wächst sich aus.“

Die Realität zuhause sieht aber oft komplett anders aus.

Viele Eltern sind dauerhaft unter Strom. Nicht weil sie ihr Kind nicht im Griff haben. Sondern weil ADHS den kompletten Alltag beeinflussen kann.

Einige Kinder brauchen ständig Anleitung. Andere können kaum alleine bei einer Sache bleiben. Manche reagieren extrem impulsiv oder emotional.

Und genau dieser dauerhafte Mehraufwand kann später beim Thema Pflegegrad wichtig werden.

Kann man bei ADHS einen Pflegegrad bekommen?

Ja. Grundsätzlich schon.

Entscheidend ist aber nicht einfach die Diagnose ADHS. Entscheidend ist, wie stark das Kind im Alltag eingeschränkt ist und wie viel zusätzliche Hilfe wirklich nötig ist.

Die Pflegekasse schaut sich zum Beispiel an:

  • Wie selbstständig ist das Kind?
  • Wie viel Betreuung braucht es täglich?
  • Wie stark ist die Belastung im Alltag?
  • Wie funktioniert Schule, Struktur und Tagesablauf?
  • Wie viel Unterstützung brauchen Eltern dauerhaft?

Viele machen den Fehler und reden beim Gutachter alles klein.

Eltern sind oft so an ihren Alltag gewöhnt, dass sie gar nicht mehr merken, wie belastend bestimmte Situationen eigentlich geworden sind.

Was kann man mit Pflegegrad nutzen?

Wenn ein Pflegegrad vorliegt, gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Entlastung.

Viele Familien kennen nur das Pflegegeld. Dabei gibt es oft noch viel mehr.

  • 131 € Entlastungsbetrag pro Monat
  • Pflegegeld
  • Unterstützung im Alltag
  • Haushaltshilfe
  • Entlastung für Angehörige
  • Verhinderungspflege

Gerade Eltern mit ADHS-Kindern sagen oft irgendwann denselben Satz:

„Eigentlich bräuchten wir einfach mal Hilfe im Alltag.“

Und genau dafür sind viele dieser Leistungen überhaupt da.

Wo Familien im Alltag wirklich entlastet werden

Die größte Belastung ist oft gar nicht ein einzelner Moment.

Es ist dieses Dauerhafte.

Nie richtig abschalten. Immer organisieren. Immer hinterher sein. Dazu Haushalt, Termine, Schule, Geschwister und der normale Alltag.

Genau dort kann Unterstützung helfen.

  • Wohnung sauber halten
  • Wäsche und Organisation
  • Einkäufe erledigen
  • Begleitung im Alltag
  • Struktur und Entlastung zuhause

Für manche klingt das erstmal nach „Luxus“.

In Wirklichkeit geht es oft einfach darum, dass Familien wieder etwas Luft bekommen.

Viele Eltern beantragen gar nichts obwohl Anspruch bestehen könnte

Das passiert ständig.

Viele denken:

  • „So schlimm ist es doch nicht.“
  • „Andere haben es schwerer.“
  • „Wir schaffen das schon irgendwie.“

Aber genau dafür gibt es diese Unterstützungssysteme überhaupt.

Nicht erst wenn gar nichts mehr geht. Sondern damit Familien früher entlastet werden.

Weitere hilfreiche Themen

Pflegegrad beantragen
Wie die Einstufung abläuft und worauf Familien achten sollten.

Entlastungsbetrag nutzen
Wie die 131 € monatlich im Alltag eingesetzt werden können.

Verhinderungspflege
Entlastung, wenn Angehörige eine Pause brauchen oder ausfallen.

Haushaltshilfe
Unterstützung im Haushalt und Alltag für Familien und Angehörige.

Unsere Leistungen
Überblick über Alltagshilfe, Begleitung und Unterstützung zuhause.

Häufige Fragen von Eltern

Bekommt jedes Kind mit ADHS automatisch einen Pflegegrad?

Nein. Entscheidend ist nicht nur die Diagnose, sondern wie stark der Alltag wirklich eingeschränkt ist.

Wie hoch ist der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag liegt aktuell bei 131 € pro Monat und kann für anerkannte Unterstützung genutzt werden.

Kann Haushaltshilfe darüber genutzt werden?

Ja, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und ein anerkannter Anbieter genutzt wird.

Muss man alles selbst bei der Pflegekasse beantragen?

Viele Familien fühlen sich mit Anträgen überfordert. Unterstützung bei der Organisation kann deshalb hilfreich sein.

Kann ADHS alleine für einen Pflegegrad reichen?

Das kann möglich sein. Entscheidend ist immer die tatsächliche Belastung und der Unterstützungsbedarf im Alltag.

Wenn Sie unsicher sind, ob in Ihrer Situation Unterstützung möglich ist, lohnt sich zumindest eine ehrliche Prüfung der eigenen Alltagssituation.

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